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Kassenvertrag ab 1. Oktober 2005

Richtiges Zähneputzen im Kindesalter

Zahnhygiene beginnt beim Menschen schon mit dem Durchbruch des ersten Milchzahnes, also in der Regel im 6. Lebensmonat. Anfänglich kann dabei mit einer ganz weichen Zahnbürste geputzt werden. Da sich die Feinmuskulatur der Kinder aber erst im jüngsten Vorschulalter entwickelt, stellt das Ergreifen der Zahnbürste für die Kinder eine gewisse Schwierigkeit dar. Dies kann gefördert werden, indem man mit dem Kind des öfteren vor einem Spiegel übt und eine Zahnbürste mit dickem Griff verwendet. In diesem Zeitraum ist es auch dringend notwendig, dass die Eltern das Putzergebnis kontrollieren und nachbessern.

Die Zahnbürste
Folgende Merkmale kennzeichnen eine gute Zahnbürste:

  • Gerader Bürstenstiel (Neigung und Lage der Bürste kann besser kontrolliert werden)
  • Bürstenkopf soll nicht mehr als 3 Borstenreihen aufweisen und das Borstenfeld soll für Erwachsene maximal 3 cm und für Kinder 2 cm lang sein (grössere Bürsten behindern die Reinigung)
  • Borsten sollen in einem engen Bündel zusammengefasst sein (damit die Pasta länger oben bleibt)
  • Planes Borstenfeld ist zu bevorzugen
  • Borsten sollen aus Kunststoff sein
  • Borstenenden müssen abgerundet sein (verhindert Verletzungen des Zahnfleisches)

Nach Gebrauch ist die Bürste gründlich zu reinigen und aufgestellt zu lagern, damit sie trocknen kann und den Bakterien der Boden entzogen wird. Wenn die Borsten verbogen sind, soll die Bürste gewechselt werden, aber grundsätzlich nicht länger als 8-10 Wochen verwenden ( Bakterienanlagerung, Borsten werden scharfkantig).

Putztechnik:

Grundsätzlich ist zu sagen, dass möglichst alle Hin- und Herbewegungen vermieden werden sollen, da dies dem Zahnfleisch und Zahnhals schadet. Für Kinder ist es am einfachsten, wenn sie kleine Kreis- oder Auf- und Abbewegungen machen. Diese Kreisbewegungen sollen deshalb klein gehalten werden, weil sonst die Zahnzwischenräume vernachlässigt werden.

Ab dem 8. Lebensjahr und für Erwachsene ist die Vibrationstechnik mit einem Anstellwinkel von 45° die effektivste. Dabei wird die Zahnbürste an der Grenze Zahnfleisch/Zahn in diesem Winkel angelegt, kleinste Vibrationsbewegungen ausgeführt und gegen den Zahn ausgestrichen. Dabei wird immer um einen Zahn vorgerückt.

Das Vorgehen sollte systematisch erfolgen, dh. die Zähne sollen immer in der gleichen Reihenfolge gereinigt werden. Ausserdem sollte zwischen der letzen Mahlzeit und dem Putzen mindestens eine halbe Stunde vergehen.

Technik im Frontzahnbereich

Zahnseide:

Sobald die Zähne sich durch den fortschreitenden Zahnungsprozess zu berühren beginnen, sollte auch die tägliche Verwendung von Zahnseide erlernt werden.

Elektrische Zahnbüsten:

Bei genauem Durchführen der beschriebenen Putztechniken, ist die elektrische Zahnbürste vom Putzergebnis nicht besser. Sie ist jedoch bei Schwierigkeiten mit diesen Techniken eine gute Alternative.

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Zahnfleischerkrankungen

Viele Menschen leiden zeitweise unter Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und viele unter Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates). Parodontitis ist neben Karies (Zahnfäule) die zweite grosse Zahnkrankheit und nach dem 35. Lebensjahr gehen durch Parodontitis mehr Zähne verloren als durch Karies.

Gesundes Zahnfleisch:

Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa, punktförmig getüpfelt ("Orangenhaut") und blutet nicht (Abb.1).

Gingivitis: Das Vorstadium der Parodontitis ist die Gingivitis, welche vor allem durch Zahnbeläge am Rand des Zahnfleisches hervorgerufen wird. In diesen Belägen finden sich Bakterien, die von Speiseresten in der Mundhöhle leben, dabei Stoffwechselprodukte ausscheiden und damit auf das Zahnfleisch einen Entzündungsreiz ausüben. Das Zahnfleisch wirkt dabei gerötet, geschwollen und blutet leicht bei nur geringer Berührung durch zum Beispiel die Zahnbürste, was dazu bewegt, dass diese Stellen im Mund beim Putzen ausgelassen werden, dadurch wird die Situation aber noch verschlimmert. Der Zahnbelag verfestigt sich in weiterer Folge zum Zahnstein (Abb. 2). Tees, Tinkturen oder Salben werden die Symptome bestenfalls lindern, aber nicht die Ursache entfernen.

Abb. 3: Starke Parodontitis Abb. 4: Parodontitis, Zähne erscheinen "länger"
Abb. 5: Darstellung der Parodontitis im Kleinbildröntgen, die dunkle Zone zwischen den beiden Molaren stellt eine Zahnfleischtasche mit geschwundenem Knochen dar.

Parodontitis (silent tooth killer)

  • Die Fortsetzung einer chronischen Gingivitis kann eine Parodontitis sein, dazu kommt es, wenn einige Faktoren zusammenspielen, diese sind:
  • Bakterien im Zahnbelag
  • Mangelnde Mundhygiene
  • Geringes Gesundheitsbewusstsein
  • Rauchen
  • Fehlbelastungen des Zähne (falscher Biss)
  • Stress


Es bilden sich Zahnfleischtaschen aus, in denen massiv Bakterien wachsen, gedeihen und ihr Unwesen treiben. Diese lösen eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates aus und zerstören auch den Knochen der den Zahn umgibt (Abb.3). Diese Beläge lassen sich durch normales Zähneputzen nicht mehr entfernen, da sie ja innerhalb des Zahnfleisches liegen. In weiterer Folge zieht sich auch das Zahnfleisch mit dem schwindenden Knochen zurück (Abb.5), der Zahn erscheint scheinbar länger (Abb.4). Der Zahn verliert dabei an Verankerung (Attachmentverlust) wird locker und geht früher oder später verloren.

Alarmzeichen:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Schmerz
  • Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch


Fortgeschrittene Zeichen:

  • Zahnfleisch zieht sich zurück, es entstehen dunkle Dreiecke zwischen den Zähnen
  • Zahnfleisch ist dunkelrot verfärbt
  • Zähne werden locker
  • Es tritt übel riechendes Sekret aus den Taschen aus

Therapie:

Am Anfang der Therapie steht eine genaue Diagnose mit Röntgen und visueller Kontrolle des Zahnfleischzustandes, sowie Messung der Taschentiefe und Quantifizierung der Beläge. Danach wird entschieden, wie die Therapie angelegt wird.


Initialtherapie:

Am Anfang steht die professionelle Mundhygiene, dabei werden alle Beläge und Verfärbungen oberhalb des Zahnfleisches entfernt und die Zahnoberflächen poliert, das heisst, die Anlagerung weiterer Beläge wird erschwert. Ausserdem sollten kariesfreie Verhältnisse herrschen und vorhandene Füllungen dürfen keine abstehenden Ränder aufweisen. Weiters wird dem Patienten die für ihn geeignete Mundhygieneform und Putztechnik erklärt.

Parodontaltherapie:

Dabei werden alle Beläge und Konkremente mit einem speziellen Gerät entfernt, die unterhalb des Zahnfleisches (an der Wurzel) liegen.

Danach sollten sich reizfreie Verhältnisse darstellen und keine Blutung mehr auftreten. Bei einigen Patienten ist es ausserdem nötig, spezielle Bakterientests durchzuführen oder aber auch eine operative Reduktion der Taschentiefe durchzuführen.

"Paropatienten sind treue Patienten"

Der Erfolg einer derartigen Therapie hängt wie immer auch von der Motivation und Mitarbeit des Patienten ab. Ist das Bewusstsein erst einmal geweckt und die Anfangstherapie durchgeführt, muss der Erfolg der Therapie in regelmässigen Abständen (Recall) kontrolliert und die Zähne professionell gereinigt werden.

Ich hoffe, mit diesem Beitrag Ihr Interesse etwas geweckt zu haben. Für weitere Fragen stehe ich natürlich persönlich, telefonisch (04710 29979) oder via Email (dr.reichhold@aon.at) zur Verfügung.

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 Vorstellung

Da ich jetzt seit 2 Monaten meine Ordination in Oberdrauburg geöffnet habe, möchte ich mich, mein Team und meine Ordination nach einem Tag der offenen Tür und Einweihungsfeier nun auch auf diesem Weg bei Ihnen vorstellen.

Ich bin 31 Jahre alt und komme ursprünglich aus Obervellach. Nach dem Besuch der Volk- und Hauptschule maturierte ich in Klagenfurt an der HTBLA für Elektronik und Nachrichtentechnik. Nach 8-monatigem Präsenzdienst begann ich mein Studium der Humanmedizin in Graz. Im Anschluss daran absolvierte ich die Turnusausbildung im Krankenhaus Spittal an der Drau. Mein Weg führte mich aber wieder zurück nach Graz an die Zahnklinik, wo ich die Ausbildung zum Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde begann. Nach einjähriger Vertretungstätigkeit in anderen Ordinationen startete ich im November 2004 endgültig in die Selbständigkeit.

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Kassenvertrag

Da ich des öfteren auf den Kassenvertrag angesprochen werde, möchte ich zu diesem Thema und zu unseren Verrechnungsmodalitäten kurz Stellung nehmen. Es ist so, dass der Kassenvertrag seitens der Kärntner Gebietskrankenkasse und Ärztekammer für Kärnten bereits für Oktober 2005 beschlossen wurde. Zur Zeit stehen wir mit diesen Institutionen in Verhandlungen, dass es zu einer Vorverlegung der Kassenstelle kommt. Das heißt, dass ich zur Zeit als Wahlarzt aller Kassen meine Ordination betreibe. Ich habe mich daher entschlossen, für die Behandlungen die Tarife der Krankenkassen abzurechnen. Damit für Patienten der Gebietskrankenkasse kein Selbstbehalt entsteht, verzichte ich daher für diese Patientengruppe auf 20% des Kassenhonorars. Wie das für GKK Patienten aussieht, kann ich an einem kurzen Beispiel demonstrieren.

Leistung:
Panoramaröntgen: Kassentarif € 30,41,-
Preis (-20%) € 24,32.-
Rückerstattung: € 24,32.-

Das heißt, für Patienten der Gebietskrankenkasse entfällt der übliche Selbstbehalt für Kassenleistungen beim Wahlarzt und es entstehen diesen Versicherten keinerlei zusätzliche Kosten. Für Patienten der kleinen Kassen (SVA, BVA, ÖBB, etc.) wird der Kassentarif in Rechnung gestellt und der Selbstbehalt ist der gleiche wie beim Kassenarzt.

Wir übernehmen auch bürokratische Hürden, wie Einreichung des Honorars bei Ihrer Krankenkasse, und das Honorar wird auf Ihr Konto ehestmöglich überwiesen.

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Beiträge:

Ich möchte in Zukunft in kurzen Abständen auf der Homepage www.oberdrauburg.info kurze Beiträge zu interessanten Themen rund um die Zahnheilkunde veröffentlichen. Falls Sie selbst Fragen an mich haben, können sie diese persönlich, telefonisch oder via Email dr.reichhold@aon.at an mich herantragen. Bitte verstehen Sie jedoch, dass konkrete Fragen zu Behandlungsmöglichkeiten, erst nach einer genauen Diagnose beantwortet werden können.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Christoph Reichhold

Themen
Implantologie
Weiße Füllungen
Wurzelbehandlungen
Richtiges Zähneputzen im Kindesalter
Zahnfleisch-Erkrankungen
Vorstellung
Kassenvertrag

 

Mein Team
Marie-Theres Feldner zahnärztliche Assistentin
Lisa Tschapeller zahnärztliche Assistentin
Julia Ausserdorfer Lehrling
Uschi Zojer
Raumpflege
Barbara Hofer
Buchhaltung
Onkel Sepp (Ganeider)
Mädchen für Alles

Teminvereinbarung:

Tel. 04710/ 29979